Mein Schwäbischer Hefezopf

Schwäbischer Hefezopf

Meinen Heimatsgenossen sagt man nach, dass sie alles können. Außer Hochdeutsch. Und von der schwäbischen Küche kann ich nur aus tiefster Seele schwärmen.

Um nur einige wenige meiner liebsten Leckereien zu nennen…Linsen und Spätzle, natürlich mit einem Schuß Essig, Maultaschen mit geschmälzten Zwiebeln, Laugenbrezeln und von mein absoluter Lieblingsklassiker der schwäbischen Heimat: der Hefezopf. Allein beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Der Hefezopf wird in Schwaben eigentlich zu jeder Jahreszeit und Festlichkeit oder auch zum wöchentlichen Sonntagskaffe oder fast alltäglichen aber besonders leckerem Frühstück verspeist. Anders als das Osterbrot, dass es hier im norddeutschen Hamburg dann eben nur zu Ostern gibt…und dass mir meinen eigenen schwäbischen Hefezopf mit Mandeln und Rosinen nicht ersetzen kann.

Damit ihr auch in den Genuss kommen könnt, egal wo ihr gestrandet seid, bekommt ihr mein liebstes Rezept.

 

b♡ckerstochter Backrezept

Menge: 1 Zopf  Backzeit: 40 Min.                           Ruhzeit: 90 Min.     Arbeitszeit: 20Min.
   Backofenempfehlung: Ober-Unterhitze, 180 Grad  
     
Teig  Dekoration  
200 ml Milch 1 Eigelb zum Bestreichen  
1 Würfel Hefe Hagelzucker und Mandelstifte zum Bestreuen  
500 g Weizenmehl  
120 g weiche Butter
   
1 Ei, 2 Eigelb – M    
80 g Zucker, weiß    
1 Prise Salz    
abgeriebene Schale von einer Bio-Orange
100 g Rosinen – wer mag.

♡ Euren Backofen bitte bei Ober-Unterhitze auf ca. 180Grad vorheizen.

♡ Erwärmt die Milch in einem Topf. Sie soll nicht heiß, sondern nur leicht warm werden. Bröckelt dazu die Hefe hinein und rührt das Gemisch mit ca 4-5 EL Mehl zum sogenannten Vorteig an. Den lasst ihr an einem warmen Ort zugedeckt 30 Min. gehen. Hefeteig kann etwas heikel sein. Er braucht Zeit, Wärme, Ruhe und ganz viel Liebe, das ist sein Geheimnis.

♡ In der Zwischenzeit könnt ihr Butter, Ei, die Eigelbe, Zucker, Salz, Rosinen  und die Orangenschale verrühren. Nachdem der Vorteig ausgeruht hat, mischt ihr diesen dazu und rührt die Mischung gemeinsam mit dem restlichen Mehl zu einem glatten Teig.

♡ Den fertigen Teig teilt ihr in drei gleich große Teile und formt daraus auf einer bemelten Arbeitsfläche drei Rollen. Daraus flechtet ihr dann einen schönen Zopf, indem ihr immer die jeweils außen liegende Strähne von links nach rechts und dann von rechts nach links über die mittlere Strähne zieht. Die Enden solltet ihr etwas enger flechten und unter den Zopf ziehen.

 ♡ Der fertige Hefezopf wird auf ein mit Backpapier belegtes Backblech oder in eine Kastenform gelegt. Ich bevorzuge das Backblech. Dann bestreicht ihr euren Zopf mit einem Backpinsel mit einem verquirrltem Eigelb. Dadurch wird die Oberfläche des Zopfes schön braun und glänzend beim Backen und bestreut ihn mit mit Hagelzucker und Mandelstiften.

 ♡ Nach 40 Min. sollte euer gutes Stück aus meiner Heimat heiß und schick aus dem Ofen kommen.

Nachdem ihr ihn etwas Zeit zum abkühlen gegeben habt, solltet ihr noch warm ein Stück genießen. Den ersten Biß in einen  selbstgebackenen noch warmen Hefezopf werdet ihr nie vergessen. Genießt ihn zunächst einfach entweder pur oder mit etwas Butter. Mehr braucht man nicht. Aber als kleiner Tipp, mit Butter und Kochschinken und mit leckerer Holunder-Erdbeer-Marmelade oder Brombeermarmelade … mjammie.

Viel Vergnügen beim Nachbacken.

Eure b♡ckerstochter

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