Schwäbischer Apfelkuchen mit Karamell-Mandeln

Schwäbischer-Apfelkuchen-mit-Karamell

Wunderbarer Herbst, dank dir schwelge ich im goldenen Spätsommersonnenschein und im Apfelglück. : )

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und die Luft klasklar, das Wetter zeigt sich im wunderschönen Hamburg gerade von seiner besten Herbstseite. Genau das richtige Wetterchen für einen kleinen Radausflug und ab zum Apfelpflücken. Das haben wir vergangenes Wochenende auch gemacht. Es ging durch den Alten Elbtunnel unter der Elbe durch und bis hinüber ins Alte Land. Da stehen dieApfelbäume gerade in voller rot-grüner Obstpracht und sie sind mehr als nur üppig behängt. Da macht das Pflücken doch umso mehr Spass. Die gesunden  Schätze wurden gut nach Hause gebracht und sicher verstaut.

Sooo viel Leckereien kann man damit machen und als b♡ckerstochter ist ja auch klar, was ich als Erstes mit den frischen knackigen Äpfeln anfange … Heute back‘ ich einen Kuchen, morgen brau‘ ich ein Apple Cider und übermorgen … ich bin abgedriftet, zuuuu viele mögliche Apfelköstlichkeiten … Ich bleibe erstmal lieber bei meinem  Rührbesen, besinne mich auf meine schwäbischen Wurzeln und lasse mit dem guten Obst meiner Wahlheimat einen schwäbischen Apfelkuchen mit karamellisierten Mandeln entstehen. Ich mag das Rezept so gerne. Es ist ein ganz einfacher Kuchen, der an eine Tarte erinnert. Fluggs ist er zubereitet, in den Ofen geschoben und ein Traum aus Äpfeln und Mandelkernen

 

b♡ckerstochter Backrezept

Menge: 1 Springform Ofen-Empfehlung: Ober-Unterhitze bei 180 °C   Backzeit: 35 Min.     Arbeitszeit: 1h
für die Springform    
etwas Fett    
Mandeln, gemahlen  
Mürbteig Apfelbelag  
1 Ei – M 1 kg säuerliche Äpfel  
100 g Zucker 2 EL Zitronensaft  
3 EL braunen Zucker 2 EL Butter  
200 g Weizenmehl  2 EL braunen Zucker  
175 g Butter 1 Handvoll Mandelblättchen  

fahrrad-Alter-Elbtunnel  Äpfel-Apfelsaft  Apfelherz

♡ Bitte heizt zur Vorbereitung euren Backofen  bei Ober-Unterhitze auf 175–180 Grad vor. Dann fettet eine Springform oder Tarteform mit etwas Butter oder Öl ein. Ich nehme gerne Butter, da ich den Geschmack lieber habe und mich dies an meinen Bäckervater erinnert. Dazu nehme ich ein Stück Butter, packe die Kuchenform, mitsamt dem Butterstück, für ein-zwei Minuten in den sich aufwärmenden Backofen, bis die Butter geschmolzen ist. Das Verteilen der Butter geht dann fließend. Wer mag – ich mag – nimmt gemahlenen Mandeln, schüttet ein wenig davon in die Form und kleidet sie damit aus. Sehr lecker und hilfreich gegen einen allzu klebrigen Mürbteig.

♡ Für den Mürbeteig das Mehl, den Zucker, die Butter und das Ei mit kalten Händen rasch zu einem Teig verkneten. In Frischhaltefolie eingepackt darf dieser 20 Minuten im Kühlschrank ruhen.

♡ Das gibt euch genug Zeit, euch um den wahren König dieses Kuchens zu kümmern. Die Äpfel für den Belag könnt ihr schälen, müsst dies aber nicht.  Aber auf jeden Fall vierteln und entkernen, mit der Messerspitze längs einritzen und in eine Schüssel geben. Wenn ihr die Äpfel in ganz schmale Streifen einritzt, könnt ihr die Schale gerne ran lassen, das gibt dem Kuchen ein ungewohntes Gesicht. Zudem sitzen beim Apfel all die Vitamine doch angeblich direkt unter der Schale und die wollen wir uns ja nicht entgehen lassen. : ) Die Äpfel solltet ihr dann mit dem Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Dann 3 EL braunen Zucker darüberstreuen und 20 Minuten ziehen lassen. 

♡ Der gekühlte Mürbteig darf nun aus dem Kühlschrank heraus. Euren Teig rollt ihr auf einer bemehlten Fläche mit einem Wellholz  Schwäbisch für Nudelholz) gleichmäßig rund aus und legt den Teig in eure gefettete Springform oder Tarteform. Formt einen Rand, den ihr mit der Gabel etwas eindrückt Auf den Teig kommen eure Äpfeln, die mit dem braunen Zucker bestreut werden. Euren Kuchen solltet ihr dann im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene 35 Min. backen. Dann holt ihr das gute Stück lecker duftend aus dem Ofen.

♡ Während der Kuchen auf einem Kuchengitter auskühlt, könnt ihr das Topping herstellen: karamellisierte Mandeln. In einer möglichst unbeschichteten Pfanne lasst ihr 2 EL Butter schmelzen, gebt 2 EL braunen Zucker hinzu, und rührt die Masse mit einem Holzlöffel durch, bis der Zucker sich anfängt aufzulösen. Dann kommen die Mandelblättchen hinzu und ihr lasst diese karamellisieren. Bleibt dabei und rührt bitte ständig vorsichtig weiter, da die Mischung sehr schnell verbrennt. Aber die Mühe lohnt sich! Die karamellisierte Masse sofort, in noch heißen und leicht flüßigem Zustand, mit einem Esslöffel über den Apfelkuchen. Und damit ist der echte Schwäbische Apfelkuchen geschmacklich und auch fürs Auge vollendet.

Mhmm, mir läuft beim Schreiben schon wieder das Wasser im Mund zusammen und ich werde mir gleich ein Stück genehmigen. ; )

Ich hoffe, ihr tut es mir gleich und genießt mit mir eures Schwäbisches Leckerli.

Eure b♡ckerstochter

Mürbteig  Mandeln  Schwäbischer-Apfelkuchen-mit-Karamell

6 thoughts on “Schwäbischer Apfelkuchen mit Karamell-Mandeln

  1. Liebe Catherine,

    in den Backofen ist soeben dein Kuchen gewandert.
    Ich hatte beim Backen aber ein paar Fragen, vielleicht kannst du sir mir ja beantworten.
    Wie tief ritzt du die Äpfel vor dem Backen ein? Oder schneidest du kleine Keile aus den Äpfeln heraus? Auf deinem Bild sieht es so aus als ob die Äpfel fast auseinanderfallen. Bei mir ist das leider nicht passiert. Es sieht eher aus wie bei einem versunkenen Apfelkuchen mit eingeritzten Apfelhälften.
    Irgendwie konnte ich mir auch nicht vorstellen, wie der Kuchen mit den Äpfeln belegt werden soll. Das sieht man auf dem Bild leider auch nicht. Könntest du das vielleicht noch beschreiben? Vielleicht hast du auch noch ein Bild das die Äpfel oder den Kuchen von oben vor dem Backen zeigen?

    Viele Grüße aus dem Schwabenlad
    Sophia

    1. Liebe Sophia,

      Das freut mich, dass du meinen Apfelkuchen gebacken hast. Hat er euch gut geschmeckt?
      Zu deinen Fragen, ich habe die Äpfel bis fast zur Unterseite eingeritzt und zwar, dass die einzelnen Spalten ganz ganz dünn sind.
      Und dann habe ich den Kuchen von außen nach innen, ganz eng aneinander morbiden Vierteln belegt.
      Alternativ kannst du auch dünne Schnitze schneiden und die ebenso von außen nach innen – ähnlich wie bei einer Apfeltarte – aufeinander Schichten. Ich hoffe, ich könnte dir weiterhelfen.

      Liebe Grüße und viel Vergnügen beim aufessen 😉
      Catherine

  2. Liebe Catherine,

    vielen Dank für die Antwort. Der Kuchen war sehr lecker und war an einem Tag aufgegessen. 🙂
    Ich habe nochmal eine Rückfrage:
    Was meinst du mit „Unterseite“? Du schneidest die Äpfel schon auf der „Schalenseite“ ein, und nicht da wo das Kerngehäuse war oder?
    Entschuldige, dass ich so genau nachfrage, aber mir gefällt die Optik auf deinem Bild so gut, und bei mir sah der Kuchen eher so aus:
    http://www.kuechengoetter.de/apfelkuchen.html
    Was für Äpfel nimmst du denn? Streust du den Mürbteig vor dem Belegen mit etwas aus? Bei mir war der Boden sehr feucht durch die Äpfel.

    Liebe Grüße
    Sophia

    1. Guten Abend Sophia,

      das freut mich sehr. Denn so soll es sein. 🙂 Ich schneide die Äpfel von der Schale nach unten. Am besten schneidest du die Äpfel in ganz schmale Spalten / Streifen von der Schalenseite nach innen zum Kerngehäuse und legst sie etwas aufeinander, ähnlich wie bei einer Tarte. Dann bekommst du einen ähnlichen Look, wie der Kuchen oben. Das bedeutet etwas mehr Arbeit, aber die Optik, wird die von dir gewünschte. Ich nehme in der Regel säuerliche Äpfel, am Liebsten habe ich Elstar. Da verbindet sich das Säuerliche des Apfels und der Zitrone gut mit der Zuckersüße.

      In diesem Fall habe ich den Kuchen nicht ausgestreut, aber Mandelblättchen, geröstet, würden sich ja anbieten. Oder gemahlene, wenn dir das Lieber ist. Was du eben zuhause hast.

      Lieben Gruß in den Süden
      Catherine

  3. Hallo Catherine,

    jetzt weiß ich was ich falsch gemacht habe. Ich habe die Äpfel rundherum gelegt, also mit der Rundung parallel zum Rand. Vielen Dank für die Beantwortung der Frage, ich werde es beim nächsten Mal so probieren. 🙂

    Viele Grüße
    Sophia

    1. Liebe Sophia,

      das freut mich und das habe ich gerne gemacht.
      Lass mich doch beim nächsten Mal gern wissen, ob alles geklappt hat, so wie du es dir vorgestellt hast.
      Das fände ich spannend, zu wissen.

      Liebe Grüße
      Catherine

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